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Markt & Meinung
David J. Haines im Interview
Gut aufgestellt für
spannende Zeiten
Ein Gespräch mit David J. Haines,
Vorstandsvorsitzender der Grohe AG
InSight:
Grohe hat 2007 erstmals mehr als eine Milliarde Euro Umsatz gemacht.
Sind Sie auch mit dem Ergebnis zufrieden?
David J. Haines:
Ja, sehr. Nicht nur der Umsatz der Grohe Gruppe ist um acht Prozent auf 1,017 Milliarden Euro geklettert; viel wichtiger ist uns die Werthaltigkeit des Wachstums, die sich in einem operativen Betriebsergebnis von 203 Millionen Euro, einem Plus von 19 Prozent und einem operativen Cashflow von 277 Millionen Euro, mehr als 100 Prozent besser als 2006, ausdrückt. Unsere Marge lag bei 20 Prozent. Wir haben in den Wachstumsmärkten in Osteuropa, Asien und in der Golfregion kräftig zugelegt und konnten die Dollarschwäche sowie Umsatzrückgänge in den USA aufgrund der
Hypothekenkrise mehr als kompensieren. Unser Wachstum außerhalb Deutschlands lag sogar bei zehn Prozent.
InSight:
Wie hat Deutschland abgeschnitten?
Haines:
Wir haben in unserem Heimatmarkt trotz des Markteinbruchs im deutschen Sanitärmarkt im zweiten Quartal 2007 leicht zugelegt und insgesamt Marktanteile hinzugewonnen. Unsere Initiative „Gemeinsam Markt machen“ greift seit Herbst 2007 hervorragend und bewegt unseren deutschen Markt in die richtige Richtung. Mit vielen ungewöhnlichen, innovativen Konzepten und Aktionen helfen wir unseren Partnern, mehr Umsatz zu machen. InSight, die es ja auch als Online-Ausgabe gibt, ist ein Beispiel dafür.
InSight:
Wir führen dieses Gespräch Ende Mai 2008.
Wie ist denn das aktuelle Jahr bisher verlaufen?
Haines:
Das erste Quartal 2008 zeigte ein stetiges Wachstum auf hohem Niveau mit einem konsolidiertem Umsatz von 257 Millionen Euro. Unsere operative Marge betrug unverändert 20 Prozent. Und dann kam der April. Mit einem Umsatz von 94 Millionen Euro ein Rekordmonat in der Firmengeschichte von Grohe und um elf Millionen Euro über dem April 2007. Das sind rund 14 Prozent mehr. In Deutschland liegen wir in den ersten vier Monaten 2008 sowohl beim Umsatz als auch bei den Ordereingängen über dem Vorjahr. Darüber freuen wir uns natürlich.
InSight:
Welche weiteren Highlights können wir von Grohe in diesem Jahr noch erwarten?
Haines:
Fünf Projekte sind mir besonders wichtig: Wir investieren gerade rund 15 Millionen Euro in unsere Produktion in Hemer. Ab September läuft dort die modernste Sanitärarmaturenproduktion. Eine Grohe Armatur benötigt dann nur noch vier Tage statt bislang 20 Tage bis zur Auslieferung.
Wir werden mit dieser innovativen Produktion, die übrigens von unseren eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitentwickelt und realisiert wird, viel effizienter. Dann startet die deutsche Markteinführung unserer Flaggschiff-Armatur Grohe Ondus, unserer Antwort auf den iPod, ebenfalls im September. Und wir schließen zurzeit die Zentralisierung aller Standorte in Hemer und Menden im Gewerbegebiet Edelburg ab. Schließlich eröffnen wir unseren Grohe Showroom und das neue Grohe Design Studio in unserem Corporate Center in Düsseldorf. Unser bisheriges Design Center in Hemer wird zum Besucher- und Trainingszentrum umgebaut, damit sich in Zukunft mehr Partner aus Handel und Handwerk ein Bild von Grohe und unseren Produkten vor Ort machen und in Verkaufsargumentation, Handhabung und Installation geschult werden können. Sie sehen, wir investieren kräftig in Deutschland, in die Zukunft von Grohe und in die Innovationskraft unserer Marke.
InSight:
Vielen Dank für das Gespräch.





